Beginne grob genug, um Kratzer effektiv zu entfernen, aber nicht so grob, dass Riefen entstehen. Steigere Körnungen ohne Sprünge, führe das Werkzeug mit gleichmäßigem Druck, und brich Kanten leicht. Bei Furnier: minimaler Abtrag, Staubmaske tragen. Nutze Handschliff für sensible Bereiche, Exzenterschleifer für Flächen. Staub sorgfältig absaugen, Zwischenschliff einplanen. Eine ruhige, wiederholbare Vorgehensweise sorgt für ein Finish, das auch unter Streiflicht überzeugt.
Holz variiert. Mische Beizen, bis Maserung und Tiefe stimmen, und berücksichtige, dass Öl oder Lack den Ton anfeuern. Erstelle Probestücke aus Restholz, fotografiere unter Tageslicht und Kunstlicht. Bei Reparaturen hilft Ton-in-Ton-Retusche mit Spiritusbeize oder Wachskitt. Arbeite in dünnen Schichten, poliere Zwischenergebnisse, und dokumentiere deine Mischung. So kannst du später nacharbeiten und erhältst eine Oberfläche, die ruhig, lebendig und ehrlich wirkt.
Öl betont Wärme und lässt sich gut ausbessern, Lack liefert Härte gegen Kratzer, Schellack punktet mit historischer Aura. Entscheide nach Nutzung, Feuchtebelastung und gewünschter Pflege. Dünne Schichten trocknen zuverlässiger und bauen gleichmäßigen Schutz auf. Achte auf Raumklima, nutze saubere Pinsel oder Lackierrollen, und siebe Lacke vor. Mit Ruhe zwischen den Schichten entsteht ein Finish, das sich seidig anfühlt und alltagsfest bleibt.